Rutschhemmung

Bewertung der Rutschgefahr

Rutschhemmende Beläge sind insbesondere in Arbeitsräumen oder Arbeitsbereichen erforderlich, in denen aufgrund der dort verarbeitenden Produkte oder Arbeitsverfahren Rutschgefahr besteht. Je nachdem, wie hoch die Rutschgefahr ist, werden höhere oder weniger hohe Anforderungen an die Rutschhemmung gestellt.

Der Bewertung der Rutschgefahr liegen folgende Kriterien zugrunde.

  1. Rutschhemmende Eigenschaften des Fußbodens
  2. Rutschhemmende Eigenschafen des Schuhwerks
  3. Häufigkeit des Auftretens gleitfördernder Stoffe aus dem Boden und deren Verteilung
  4. Art und Eigenschaft der gleitfördernden Stoffe
  5. Sonstige bauliche, verfahrenstechnische oder organisatorische Verhältnisse

Die Frage, warum ein Mensch ausrutscht, ist relativ einfach zu beantworten:

Wenn die Rutschhemmung des Systems von Schuh, gleitförderndem Stoff und Fußboden geringer ist als die Anforderungen des Gehenden, verliert man die Kontrolle über seinen Körperschwerpunkt und fällt hin. Daraus ist ersichtlich, dass eine Vielzahl von Faktoren, wie Schuhwerk (insbesondere Schuhsohle), Art und Menge von Schmutz auf dem Boden, Agilität, Gehverhalten, Alter usw. eine Rolle spielen. Deswegen kann auch ein rutschhemmend ausgerüsteter Bodenbelag niemals alle Rutschunfälle vermeiden, sondern nur den Hauptanteil.

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